Das Selbstverwaltungsprinzip ist eine wichtige Grundlage des deutschen Gesundheitssystems. Der Staat delegiert hier Aufgaben und Verantwortungsbereiche an die Körperschaften der Vertragsärzte und Krankenversicherungen. Dabei besteht Rechtsaufsicht des Staates über diese Körperschaften, wobei diese jedoch organisatorische und finanzielle Selbständigkeit haben.

Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu den staatlichen Gesundheitssystemen vieler anderer Länder, bei denen staatliche Behörden die Steuerung der Gesundheitsversorgung übernehmen. Die Selbstverwaltung hat sich in Deutschland durchaus bewährt, führt aber zu teilweise komplexen Steuerungsstrukturen und schwierigen Verhandlungen zwischen den Beteiligten.

(Betrifft nur gesetzlich Versicherte bzw. Vertragsärzte!)