Die Behandlung von Privatpatienten erfolgt im Rahmen des „Behandlungsvertrages“ mit dem Patienten und unter Berücksichtigung einer Reihe von Vorschriften. Diese finden sich u.a. im Bürgerlichen Gesetzbuch, in den Muster Berufsordnungen der Ärzte, die von den Ärztekammern erlassen werden und einer Reihe weiterer gesetzlichen Regelungen. Die Abrechnung erfolgt verpflichtend nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Private Krankenversicherungen (PKV) sind privatrechtliche Unternehmen, die ihren Versicherungsnehmern auf Grundlage verschiedener Rechtsvorschriften entsprechende Vertragsleistungen bieten.

Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nicht nach dem Einkommen des Versicherten, zudem sind Familienangehörige nicht mitversichert. Bei der Behandlung steht der Arzt in einem Vertragsverhältnis mit dem Patienten, aber nicht mit seiner Versicherung.

Sowohl der Zugang zur privaten Krankenversicherung als auch die Rückkehr in die Gesetzliche Krankenversicherung unterliegen einer Reihe von Vorschriften.

Die Existenz des Gesetzlichen Versicherungssystems und eines privaten Versicherungssystems wird als duales Versicherungssystembezeichnet.

Eine Überschneidung der beiden Systeme existiert im Bereich der „Individuellen Gesundheitsleistungen (IGEL)“. Da hier der gesetzlich Versicherte zum Selbstzahler wird und in ein mit dem Privatpatienten vergleichbares Rechtsverhältnis zum behandelnden Arzt tritt, müssen die Versicherungsbereiche sauber und erkennbar getrennt werden. Auch hierfür bestehen diverse Rechtsvorschriften.